Risikomanagement Klinik
„Ich kann das Verhalten der Himmelskörper berechnen, aber nicht das Verhalten der Menschen.“
Isaac Newton (Philosoph 1643 – 1727) charakterisiert das moderne Verständnis der Fehlerkultur: Menschen machen Fehler, die Organisation als System muss verbessert werden um Fehler zu verhindern.
- Risikomanagement Klinik
Patientensicherheit gewinnt an Bedeutung. Systematische Risikofrüherkennung zur Bestandssicherung von Unternehmen ist gesetzlich gefordert. Banken berücksichtigen die Existenz systematischer Risikofrüherkennung bei Kreditentscheidungen. Patienten sind besser informiert und eher zu gerichtlichen Auseinandersetzungen bereit. Anforderungen an Medizin, Pflege, Technik und Verwaltung in Kliniken nehmen zu, die Komplexität steigt. Diese Entwicklungen erfordern ein Risikomanagement im klinischen und nicht klinischen Bereich, um gezielt Risiken zu bewältigen.
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- Risiko und Chance
Klinisches Handeln hat zum Ziel, dass sich die Chance auf Heilung und Linderung erfüllt. Dass dabei Risiken eingegangen werden ist unvermeidbar. Wirtschaften im Unternehmen Klinik ermöglicht die Chance auf Gewinn ebenso wie das Risiko von Verlusten. Die zwei Seiten der "Münze des Handelns" sind Chance und Risiko. Ein mit uns konzipiertes Risikomanagement berücksichtigt auch Chancen, die sich aus Handlungen der Bereiche Medizin, Pflege, Technik und Verwaltung ergeben.
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- Risikoadäquate Organisation
Zu akzeptieren, dass Menschen Fehler machen erfordert die Organisation so zu gestalten, dass Fehler vermieden werden. Diese Sicht "we have good people in bad systems" charakterisiert die neue Fehlerkultur: Zwischenfälle und beinahe Zwischenfälle werden als Chance zum Lernen und zur Verbesserung der Prozesse begriffen. Wird die Prozessorganisation risikoadäquat gestaltet, werden Prozesse mit hohem Risikopotential beherrschbar. Dabei wird das Prozessziel sicher erreicht, wobei das Restrisiko bekannt ist.
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- Vier-Phasen-Modell
Die Einführung von Risikomanagement, mit dem Ziel der Entwicklung einer risikoadäquaten Organisation, erfolgt im Rahmen eines Projektes mit vier Phasen. Voraussetzung ist, dass eine Prozessorganisation mindestens für risikobehaftete Bereiche, wie Geburtshilfe und operative Fächer, eingeführt ist.
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